Der afrikanische Wildhund ist der Wolf Afrikas. Kaum größer als ein Schäferhund, verfügen sie über einen breiten Kopf und einen kräftigen Nackenbereich. Ihre breite Brust gibt den großen Lungen Platz und verleiht ihnen dadurch ungeheure Ausdauer. Die  schlanken, muskulösen, langen Beine machen sie zu schnellen Jägern. Selten laufen sie schneller als ihre normale Jagdgeschwindigkeit ( 50 km/Std). Jedoch rennen die kleinen zähen Jäger sehr ausdauernd in dieser Geschwindigkeit und können so ihre Beute zu Tode hetzen. Der afrikanische Wildhund ist eine langsam aussterbende Tierart, mysteriös, rätselhaft und wenig erforscht wandern sie ruhelos durch die afrikanische Savanne. Sie sind keine territorialen Tiere, nur wenn die Hündinnen Welpen haben, sucht sich das Rudel ein Versteck für ein paar Monate, bis die Jungen alt genug sind, um mit der Gruppe weiter zu ziehen.

 

Über viele Jahre hinweg wurde der afrikanische Wildhund als Schädling betrachtet und gnadenlos gejagt, erschossen und vergiftet. Von den Massai gehasst, weil er deren Vieh angreift und von den Farmern, wegen seiner Art zu jagen, verachtet  ist der Wildhund zu einer aussterbenden Rasse geworden. Das meist verkannte Tier Afrikas. So ist der Afrikanische Wildhund ein hoch intelligentes, soziales Rudeltier, dessen effizientes Jagdverhalten die natürliche Balance der Wildnis unterstützt, da er nur kranke Tiere jagt, zu große Herden reduziert und somit Inzucht limitiert.
Unglücklicherweise wurde dies zu spät erkannt und viele Rudel wurden einfach ausgerottet. Obwohl mittlerweile viele Nationalparks ihre Bestände schützen, gibt es immer weniger Wildhunde. Sie werden weiterhin verfolgt und sind zusätzlich äußerst empfindlich gegenüber Krankheiten. Sie infizieren sich bei domestizierten Hunden mit Tollwut und Staupe. Nur ein einziges krankes Tier kann ein ganzes Rudel komplett ausrotten.
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1995 wurde das Wildhund Zuchtprogramm in Mkomazi begonnen. 25 Welpen aus unterschiedlichen Rudeln wurden dazu aus der Massai Steppe geholt. Dort werden Wildhunde von den Massai in der Regel mit Giftködern getötet. Man sieht in ihnen eine Bedrohung der Viehherden.

 

Mit einem, tierärztlichen Programm wurde die Hunde von Mkomazi gegen die gängigen Seuchen geimpft und deren DNA bestimmt. Diese Informationen sind in einem unter der Haut implantierten Mikrochip gespeichert, um eine eventuelle Inzucht zu vermeiden. Die miteinander verwandten Hunde wurden aussortiert und in sechs verschiedenen Gehegen aufgeteilt. Heute kann man von einem erfolgreichen Zuchtprogramm sprechen, denn im Tsavo National Park in Kenia leben schon vier Rüden aus diesem Zuchtprogramm, die sich mit wilden Hündinnen zusammengeschlossen haben. Dies ist ein kleiner Teilerfolg und mittlerweile denkt man darüber nach ein weiteres Rudel in einen der größeren Nationalparks Kenias auszuwildern, wo sie eine große Chance haben sich weiter zu vermehren.

Und doch ist der Kampf noch nicht gewonnen. Derzeit leben weniger als 3000 Wildhunde in ganz Afrika. Diese bemerkenswerten Tiere benötigen unseren Schutz und unsere Hilfe, denn ihr Überleben ist nach wie vor ungewiss.
   
 
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