Das schwarze Spitzmaulnashorn ist ein faszinierendes Tier, dessen Vorfahren schon vor 60 Millionen Jahren die Erde bevölkert haben. Tragischerweise scheint die Zeit dieser mächtigen Rasse zu Ende zu gehen. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es etwa 65.000 schwarze Spitzmaulnashörner in Afrika. Heutzutage sind nur noch weniger als 3.000 übrig geblieben und jedes Einzelne Überlebende Nashorn trägt ein Preisschild auf dem Kopf.
Der Grund für die dramatische Reduzierung des Nashorns ist sein Horn. In einigen arabischen Ländern werden Dolchgriffe aus dem Horn geschnitzt. Zum Beispiel kann man in Jemen, auf dem Schwarzmarkt, für ein einziges Horn über 85.000 US $ erzielen. Die größte Nachfrage nach den Hörnern kommt jedoch aus Asien, besonders aus Taiwan, Südkorea und vom chinesischen Festland. Man glaubt dort, dass das pulversiertes Horn ein Aphrodisiakum ist. Die Preise, die hier für ein Horn pro Gramm bezahlt werden, sind doppelt so hoch wie sein Eigengewicht in Gold wert wäre.

 

In den frühen 70’er Jahren begann man in Kenia mit der Jagd auf Nashörner. Wie eine tödliche Epidemie zog dieses sinnlose Töten nach Tansania, Sambia und Zimabwe weiter, bis nach Namibia. Der Bestand von Nashörnern in Uganda wurde während der Regierung von Idi Amin komplett ausgerottet. In dieser Zeit kümmerte sich niemand um die Naturschutzgebiete. Zur selben Zeit fielen auch die Nashörner im Chad, Sudan und der Mitte Afrikas den Wilderern zum Opfer.
So lebten in den 60’er Jahren ca 250 Nashörner im Gebiet von Mkomazi. Ende der 80’er Jahre war kein Einziges übrig geblieben.

 

Heute werden die wenigen Nashörner, die es noch in Afrika gibt, wie wertvolle Schachfiguren, von ambitionierten Wildhütern, von einem Schutzgebiet zum anderen bewegt. Denn die Sicherheit der Tiere ist nur noch in streng bewachten, eingezäunten Reservaten gewährleistet.

 

Die Rückkehr der Nashörner in Mkomazi begann im November 1997, als 4 Tiere vom Addo Elefant National Park in Südafrika eingeflogen wurden. (link auf Veröffentlichungen) Nach 5 Jahren sorgfältiger Planung, Ausbau und Entwicklung konnte ein 50 qkm großes Gebiet so gesichert werden, dass nun die Nashörner einen geschützten Lebensraum haben. Dank der Zusammenarbeit des Trusts mit der Regierung von Tansania und den Verantwortlichen der südafrikanischen Nationalparks, konnte dieses Projekt verwirklicht werden.

 

Nashorn Schutzgebiete sind die Grundvoraussetzung für das Überleben dieser Tierart. Ähnliche Schutzgebiete wie in Mkomazi werden seit Jahren erfolgreich in Kenia und Südafrika unterhalten. Mittlerweile leben 6 Nashörner in Mkomazi, die bereits Nachwuchs gezeugt haben, und man hofft, dass sie sich auch weiterhin vermehren werden.
Zusätzlich gibt es derzeit Gespräche zwischen den Regierungen von Tansania und Kenia, denn in Mkomazi  ist genug Platz für bis zu 20 Nashörner.

 

Die Nashörner zurück nach Mkomazi zu bringen ist ein weiterer Beweis für Tansanias festen Willen die einzigartige Natur und Wildnis dieses wundervollen Landes zu erhalten und zu schützen.

   
 
© 2008 Hilfe für Mkomazi Tansania e.V. Alle Rechte vorbehalten. Website sponsored by WestWing Online GmbH
So helfen Sie International In den Medien Tansania Links & Sponsoren Newsletter Kontakt Impressum Hilfe für Menschen Der afrikanische Windhund Tony Fitzjohn Über uns