Im Dezember 2000 wurde das Projekt "Hilfe für Mkomazi" in Deutschland gegründet.
Mkomazi ist eine der ärmsten Gegenden der Welt. Im Norden Tansanias, einem der zehn ärmsten Länder der Welt, gelegen, ist Mkomazi seit 2006 ein Nationalpark.
In Zusammenarbeit mit dem „George Adamson Wildlife Preservation Trust“ leisten wir hier Entwicklungshilfe für die Menschen, die in den Dörfern in und um den Nationalpark leben.
Unsere humanitäre Hilfe zielt auf die Bildung der Menschen ab.
Wir bauen in über 40 Dörfern, in und um den Park, Schulen und fördern Ausbildungsprogramme. Zusätzlich muß die Bevölkerung jedoch auch bei der Schaffung einer funktionierenden Infrastruktur unterstützt werden. Dazu gehören Wasserleitungen, der Bau von Dämmen etc.

 

Unser Ziel: „HILFE ZUR SELBSTHILFE“
Deshalb ist ein wichtiger Aspekt unserer Hilfe, die Motivation zur Eigenleistung der Bewohner von Mkomazi.
Wir geben kein Bargeld, sondern zielgerichtete Sachleistung, z.B. das nötige Baumaterial zum Bau einer Schule, einer Wasserpumpe etc..

 

Unsere Mitglieder sind alle ehrenamtlich tätig. Mindestens 85 % der gespendeten Gelder fließen direkt nach Mkomazi. In manchen Jahren waren es schon über 94 %. Dort kommt das Geld in erster Linie der Bevölkerung zu Gute.

 

Der Nationalpark
Mkomazi (seit 2006 ein Nationalpark) umfasst ein Gebiet von 3270 Quadratkilometern und ist somit eines der größten Naturschutzgebiete der Welt. Abgelegen und schlecht zu erreichen, wurde dieses Gebiet 1951 Schutzgebiet, bekam jedoch nie die Aufmerksamkeit und die finanzielle Unterstützung wie die besser bekannten Nationalparks Serengeti oder Ngorongoro. Erst seit 1989 als die Regierung Tansanias Mkomazi erneut zu einen Naturschutzgebiet erklärte und es zu einem nationalen Priority Projekt machte, wurde dessen wahre Einzigartigkeit und Wichtigkeit erkannt.

 

Mkomazi bietet eine atemberaubende Natur und Wildnis. Nordwestlich des berühmten "Kilimanjaro" gelegen, begrenzen im Süden die Pare und Usumbara Gebirgszüge diese typische Ostafrikanische Landschaft.. Im Norden teilt sich Mkomazi die Grenze mit Kenias ausgedehntem Tsvao Nationalpark, was  Elefanten Herden, Antilopen und Zebras die Möglichkeit gibt während der Regenzeit in diesen Gebieten hin und her zu wandern. Zusammen mit Tsavo formt Mkomazi eines der größten und wichtigsten Ökosysteme der Erde.

 

Mkomazi liegt am südlichen Ende der Sahel Zone. Es ist ein klassisches Trockengebiet mit grau-grünen Büschen, traditionellen Affenbrotbäumen und einzelnen steinigen Hügeln. Neben dem Buschland finden sich hier offenes Savannenland mit Wäldern von Schirmakazien und flache Wiesentäler mit ausgedehnten Grasflächen. Die dort lebenden Wildtiere sind ebenso typisch für das Trockengebiet: Giraffen, Gnus, Zebras, Oryx Antilopen, Impalas, Thompson und Grant Gazellen teilen sich das Land mit Elefanten, Büffeln und zahlreichen Raubtieren wie Löwen, Leoparden und Geparden. Insgesamt konnten 78 verschiedene Tierarten in dieser wunderschönen Landschaft ausfindig gemacht werden.

 

Die Vogelwelt in Mkomazi ist überwältigend. Über 400 Vogelarten leben in hier, neben unterschiedlichen Arten von Greifvögeln wie dem Kronenadler, findet man hier die Weber, deren kugelrunde Nester in den Bäumen auffällig zu sehen sind. Zahlreiche Perlhühner und diverse Spechtvögel sieht man häufig, sowie auch imposante afrikanische Kampf-Adler, die berühmten Sekretäre, unterschiedliche Rabenvögel, zahlreiche Störche und auch der violette Baumhopf ist hier angesiedelt.

 

1988 war Mkomazi eigentlich komplett zerstört. Ein klassisches Beispiel dafür wie unkontrolliertes Wildern, Überweiden und Abholzen einem Ökosystem schaden. Durch illegales Jagen wurden Elefanten beinahe und Spitzmaulnashörner komplett ausgerottet. Es bestand die Gefahr einer Versteppung der Landschaft. Die Tansanische Regierung stufte damals das Gebiet als Naturschutzgebiet ein und somit konnte sich das Ökosystem mit Hilfe von Tony Fitzjohn, unseren Projektleiter, langsam erholen und die bedrohten Tierarten hatten wieder einen geschützten Lebensraum.
Die Regierung beauftragte Tony Fitzjohn  ein Programm auszuarbeiten, wie die Natur  wiederaufgebaut und die Tiere geschützt werden können. 1989 war das Mkomazi Projekt geboren.

 

Der George Adamson Wildlife Preservation Trust ist der Partner von Tansanias Regierung bei der einmaligen und wichtigen Bemühung Mkomazi am Leben zu erhalten. Straßen, Buschpisten und Zäune wurden gebaut. Funkverbindungen wurden installiert und Dämme für die Wasserversorgung mussten konstruiert werden. Ebenso mussten Parkwächter eingestellt, ausgebildet, ausgestattet und trainiert werden. Der Kampf gegen die Wilderei ist heute noch eines der Hauptprobleme in Mkomazi. Am Boden und aus der Luft wird das Gebiet ständig überwacht. Ein Zuchtprogramm für Wildhunde wurde ausgearbeitet und ein gewaltiges, gut bewachtes Nashornschutzgebiet konnte so entstehen..
Das Resultat: einer der schönsten und Bedrohtesten Teile Afrikas konnte wieder zum Leben erweckt werden!

 

Die harten Jahre voller Arbeit haben sich gelohnt. In den 80’er Jahren, nach zwei Jahrzehnten des ungehinderten Mordens durch Elfenbeinjäger, lebten nur noch 11 Elefanten in Mkomazi. Heute können während der Regenzeit fast 1100 Tiere gezählt werden, inklusiver vieler Herden mit weiblichen Elefanten und deren Jungen.

   
 
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